{"corpus":"steiner","locus":"GA 330/1919-04-28/p026","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Hoffen wir, daß in denen, die schon etwas einsehen von der Notwendigkeit eines Umdenkens - nicht bloß einer Umänderung der Einrichtungen, sondern eines Umdenkens, Umlernens in den Menschenköpfen -, hoffen wir, daß in ihnen aufleuchte der Impuls für die soziale Bewegung, die durch so laut sprechende Tatsachen sich ankündigt. Hoffen wir, daß er aufleuchte in den Menschen, bevor es zu spät ist. Denn dasjenige, was durch Tatsachen spricht, es muß mit Gedanken eingeholt werden. Wir brauchen heute nicht ein leichtes Hinreden über dies oder jenes, was geändert werden soll. Wir brauchen neue Gedanken in den Menschenköpfen drinnen. Viele Menschen haben gesagt: Eine solche Katastrophe wie dieser Krieg ist seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte noch nicht dagewesen. Wenige aber haben seither gesagt: Deshalb sind jetzt auch notwendig Gedanken, die manchem ja so vorkommen können, wie wenn sie noch nicht dagewesen wären, aber wir brauchen sie, diese Gedanken, wenn wir herauskommen wollen aus jener furchtbaren Katastrophe, die noch da ist, herauskommen wollen aus Wirrnis und Chaos. Greifen wir zur Selbstbesinnung! Versuchen wir, zu der Einsicht das mutige soziale Wollen zu fügen, dann wird es noch nicht zu spät sein, wenn auch die Lage heute schon schwierig ist. Versuchen wir zu verhindern den Augenblick, wo wir uns dann in furchtbarer Menschheitstragik trauernd sagen müßten: Zu spät!","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Kernpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft","site_heading":null,"date":"1919-04-28","location":null,"word_count":213,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/330/1919-04-28/p026","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/330/1919-04-28/p026"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/330/1919-04-28/p026","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}