{"corpus":"steiner","locus":"GA 334/1920-03-18/p015","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Diese Dinge hängen zusammen mit dem, was in den letzten Jahrhunderten groß geworden ist, und man muß sie in diesem Zusammenhange betrachten. Erst dann, wenn man den Willen kultiviert im Denken, wie ich es angedeutet habe, dann das Denken im Wollen kultiviert — die genaue Beschreibung können Sie in meinen Büchern «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» und im zweiten Teile meiner «Geheimwissenschaft», und in ähnlichen Büchern finden -, erst dann, wenn man eine solche Geisteswissenschaft auf diese Art begründet, die in das wirkliche Wesen des Menschen eindringen kann, wird eine solche Wissenschaft nicht machtlos gegenüberstehen der ganzen menschlichen Persönlichkeit. Ja, unsere gegenwärtige Wissenschaft, sie steht der ganzen menschlichen Persönlichkeit machtlos gegenüber, denn dasjenige Denken, in das nicht der Wille hineinpulsiert, es ist eine Beschäftigung bloß des menschlichen Kopfes, es ist Intellektualismus, der keine mitteilende Kraft für das Leben hat. Geistige Erkenntnis, wie sie nach und nach zu einer Weltanschauung sich formt aus solchen Grundlagen heraus, wie ich sie jetzt nur andeuten konnte, Geisteswissenschaft ist etwas, was nicht nur die menschlichen Gedanken, den menschlichen Intellekt, sondern was die ganze menschliche Persönlichkeit ergreift. Weil sie aus dem Willen hervorgegangen ist, aus dem willengetragenen Denken, stellt sie dieses menschliche Denken hinein in die soziale Gemeinschaft, und weil sie den Gedanken hineinträgt in das Wollen, kann sie auch Gedanken im Menschen anregen, welche wahrhaftige Lebenspraxis hervorbringen, nicht bloß Routine, sondern Lebenspraxis, die eben nur beruhen kann auf Ideen, auf geistgetragenem Wollen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"5. Die geistigen Kräfte in der Erziehungskunst und im Volksleben","site_heading":null,"date":"1920-03-18","location":null,"word_count":239,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/334/1920-03-18/p015","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/334/1920-03-18/p015"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/334/1920-03-18/p015","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}