{"corpus":"steiner","locus":"GA 334/1920-03-18/p016","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Solche geisteswissenschaftliche Weltanschauung, wir brauchen sie heute vor allen Dingen auf dem Boden desjenigen Geisteslebens, das für die Öffentlichkeit das Allerwichtigste ist, wir brauchen sie auf dem Boden der Erziehungskunst. Und gerade in der Erziehungskunst kann man die innere Wahrheit desjenigen erforschen, was ich als Prinzipien einer Geisteswissenschaft eben charakterisiert habe. In der schon erwähnten «Waldorfschule», die unter der Ägide unseres Freundes, des Herrn Molt in Stuttgart errichtet worden ist, ist versucht worden, auf geisteswissenschaftlicher Grundlage Pädagogik als Erziehungskunst zu begründen. Diese Waldorfschule will nicht eine Weltanschauungsschule sein. Diejenigen Menschen sagen die Unwahrheit, welche sagen, sie will eine Schule sein, in die anstelle alter Weltanschauungen anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft schon in das Kind hineingetragen wird. Darum handelt es sich gerade bei dieser Schule nicht, sondern darum handelt es sich, daß das, was als Geisteswissenschaft hier gemeint ist, eben den Willen des Menschen erfassen kann, sein Handeln durchdringen kann und daß dasjenige, was in anderen Weltanschauungen nur Gedanke, Idee bleibt, bei der anthroposophisch orientierten geisteswissenschaftlichen Weltanschauung methodisch gefaßt werden kann. Daher handelt es sich bei der Waldorfschule in Stuttgart nicht darum, was man inhaltlich an die Kinder heranbringen will, sondern es handelt sich darum, daß unsere Geisteswissenschaft in ihr Methode wird, wird dasjenige, was die Grundlage abgibt zu der Verrichtung im Lehren, im Erziehen, zum Handeln, zum Wollen des Lehrers.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"5. Die geistigen Kräfte in der Erziehungskunst und im Volksleben","site_heading":null,"date":"1920-03-18","location":null,"word_count":218,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/334/1920-03-18/p016","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/334/1920-03-18/p016"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/334/1920-03-18/p016","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}