5. Die geistigen Kräfte in der Erziehungskunst und im Volksleben

GA 334/1920-03-18/p025 ·1920-03-18 · original (original)
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Das aber ist das Eigentümliche bei der Geist-Erkenntnis, daß sie von diesen «Standpunkten», von diesem Stehen auf Standpunkten ganz loskommt, daß sie eigentlich wird etwas, was Menschen empfänglich macht für das Leben, für eine wahre Schule. Derjenige, der sich mit Geisteswissenschaft in dem Sinne, wie sie hier als anthroposophisch orientierte gemeint ist, wie sie durch den Dornacher Bau repräsentiert wird, bekannt macht, für den wird jeder einzelne Mensch, dem er im Leben begegnet, ein interessantes Problem. Das Kind selbst, das ist ja wichtig gerade für die Erziehungskunst; das Kind wird ein interessantes Problem. Und so wie man im physischen Leben Hunger fühlt gegenüber der äußeren Natur, wie man sich verbinden muß mit der äußeren Natur, so fühlt man als Geisteswissenschafter das Bedürfnis, sich immer und immer mit dem auseinanderzusetzen, was andere Menschen meinen, was andere Menschen denken, empfinden und wollen. Geisteswissenschaft bringt uns im weitesten Umfange mit den Menschen zusammen.

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