10. Seelenwesen und sittlicher Menschenwert im Lichte der Geisteswissenschaft (Anthroposophie)

GA 334/1920-05-05/p028 ·1920-05-05 · original (original)
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Und wiederum lernt man das Wesen des Pflanzenprozesses in der äußeren Welt kennen. Und man lernt erkennen - was dem heutigen Menschen sehr paradox erscheint —, daß das Pflanzenreich ein längeres Dasein hat als das mineralische Reich, daß das Pflanzenreich auch älter ist als das Mineralreich. Der heutige Mensch kann sich gar nichts anderes vorstellen, als daß das pflanzliche Reich aus dem Boden des Mineralischen herauswächst. Er sollte sich lieber anschauen, wie aus dem pflanzlichen Reich ein deutlich Mineralisches in der Steinkohle daraus wächst! Er würde von da ausgehend erschauen können, wie alles Mineralische, das heute existiert, eine Absonderung ist, ein Ergebnis eines ursprünglichen Pflanzlichen, und wie das Pflanzliche ein längeres Dasein haben wird als das Mineralische.

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