10. Seelenwesen und sittlicher Menschenwert im Lichte der Geisteswissenschaft (Anthroposophie)

GA 334/1920-05-05/p029 ·1920-05-05 · original (original)
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Ebenso wie man leibfrei machen kann das Denken und Fühlen, so auch den Willen. Und erlangt man diesen leibfreien Willen — ich habe auch davon gestern gesprochen, wodurch man diesen leibfreien Willen erlangt, durch eine besonders geeignete, intensive Selbsterziehung, durch ein Sich-Selbsterfassen, durch Selbstzucht -, dann lernt man erkennen das besondere Wesen im Menschen, das nun verwandt ist dem tierischen Reiche. Dann lernt man auch erkennen das Wesen dieses tierischen Reiches. Aber auch wie das pflanzliche Reich wiederum eine Absonderung des tierischen Reiches ist, wie das tierische Reich älter ist als das pflanzliche, das pflanzliche aus sich herausgesondert hat, wie es länger bestehen wird, wie das pflanzliche Reich eher verschwinden wird als das tierische Reich. Allerdings natürlich nicht in den physischen Tierformen wie heute, aber in den Tierwesenheiten, die in diesem physischen Reiche verkörpert sind.

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