Die Geistigen Und Sittlichen Kräfte Der Gegenwärtigen Völker Im Lichte Der Geisteswissenschaft (Anthroposophie)
Das ist die wunderbare Lehre, welche aus der alten orientalischen Urkultur herauftönt. Sie lebte einstmals im Oriente. Sie wirkte im Oriente auch in das äußere Leben hinein die Theokratie. Die Menschen, welche die von der Natur selber gepflegten Kinder der Natur waren, nicht die Schüler der Natur, welche ihre Weisheit entwickelten wie die Bäume ihre Früchte, diese Menschen sprachen, indem sie sprachen von der Welt, nur vom Göttlichen, vom Übermenschlichen. Sie sprachen von dem, was übersinnlich ist. Sie verwendeten auch in das soziale Leben hinein diese Anschauung des Übersinnlichen: sie gründeten ihre Theokratien. Es ist dasjenige in diesem Menschentypus herausgekommen in der Urkultur Asiens, was wir nennen können die Anschauung des Göttlichen durch die Menschen. Es ist die Anschauung des Göttlichen als eines Geistigen eine Erbschaft dieser alten orientalischen Zeiten.
Cite:
GA 334/1920-05-06/p020 · edition original