12. Theosophie, Sittlichkeit und Gesundheit
Könnte der Mensch nicht irren: er wäre nicht Mensch. Dies ist er dadurch, daß er nicht als Sklave einer irrtumlosen Naturordnung, sondern aus eigener freier Wahl seine Handlungen vollbringen kann. Gibt ihm die Befähigung zum Irrtume seine Menschenwürde, so macht sie ihn auch zum Urheber unzähliger Übel. Je tiefer man in die Theosophie eindringt, desto mehr enthüllt sich einem der Zusammenhang zwischen Irrtum und Übel. So wahr es ist, daß alles Sinnliche und Materielle aus dem Geiste entspringt, so wahr ist es auch, daß alle Übel in der Sinnenwelt aus den Verirrungen des Geistes entspringen.
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GA 34/12_theosophy_morality_and_health/p005 · edition original