17. Lebensfragen Der Theosophischen Bewegung
Die Lebensbedingungen der theosophischen Bewegung wird man besser einsehen, als dies gegenwärtig noch vielfach geschieht, wenn man bedenken wird, daß das Wesentliche an ihr in der Veröffentlichung einiger derjenigen Wahrheiten besteht, die früher ausschließlich als sogenannte Geheimwissenschaften betrachtet worden sind. Solche Wahrheiten sind die jetzt durch Schrift und Wort verkündeten über das Wesen des Menschen, das heißt seinen Aufbau aus den Gliedern der physischen, seelischen und geistigen Welt, seine Entwickelung und allmähliche Vervollkommnung durch eine Reihe von Erdenleben hindurch; ferner über das Gesetz des Zusammenhanges von Ursache und Wirkung in der geistigen Welt, das man gewohnt ist als Karma zu bezeichnen; außerdem über gewisse Vorgänge der Erdentwickelung, die sich dem geöffneten Auge des Sehers erschließen, und die man kennen muß, wenn man des Menschen höhere Bestimmung verstehen will. Dazu kommen gewisse Erkenntnisse über die höheren geistigen Welten, ohne die man keine Einsicht haben kann in die Entwickelung des Weltgebäudes, und ohne deren Kenntnis man vor allen Dingen nichts darüber wissen kann, was sich hinter dem Tode verbirgt, was als der unsichtbare und unsterbliche Teil der menschlichen Natur anzusehen ist.
Cite:
GA 34/17_life_questions_i/p009 · edition original