Wie Karma Wirkt

GA 34/e02/p015 · original (original)

So kann man sagen, daß den Menschen im Leben nichts treffen kann, wozu er nicht selbst die Bedingungen geschaffen hat. Durch die Einsicht in das Schicksalsgesetz — in Karma wird erst begreiflich, warum «der Gute oft leiden muß, und der Böse glücklich sein kann». Diese scheinbare Disharmonie des einen Lebens verschwindet, wenn der Blick erweitert wird auf die vielen Leben. - So einfach wie einen gewöhnlichen Richter, oder wie die staatliche Justizpflege darf man sich allerdings das Karmagesetz nicht vorstellen. Das wäre so, wie wenn man sich Gott als alten Mann mit weißem Bart vorstellte. Viele verfallen in diesen Fehler. Namentlich die Gegner der Karmaidee gehen von solch irrtümlichen Voraussetzungen aus. Sie kämpfen gegen die Vorstellung, die sie den Bekennern von Karma unterschieben, nicht gegen diejenige, welche die wahren Kenner haben.

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