Neunundzwanzigster Vortrag

GA 343/1921-10-10_02/p081 ·1921-10-10 · original (original)
Author: Rudolf Steiner
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Rudolf Steiner: Es ist außerordentlich schwierig, diese Frage im allgemeinen zu beantworten. Was zum Beispiel Ellen Key betrifft weil Sie selbst dieses Beispiel angeführt haben —, sehen Sie, da muß man das Wirkliche in Betracht ziehen. Der Mensch zeigt ja nicht immer das, was in ihm wirklich ist, auch durch seine Worte äußert es sich nicht immer. Sie können, indem Sie in einer Kultur drinnen leben, sagen wir, mit Ihrer Sprache, gefühlsmäßig einfach so empfinden, daß es keinen Sinn hätte, ohne den Christus so zu empfinden, wie man das eben tut. Wenn man die Schriften von Ellen Key im ganzen nimmt, so ist durchaus sehr vieles bei ihr so. Sie leugnet sich das ab, was sie selber hat. Das ist durchaus so, sie hat sehr viele Begriffe, die sie gar nicht haben könnte [außerhalb des christlichen Zusammenhanges], weil diese gar nicht anders hätten entstehen können als innerhalb des christlichen Zusammenhanges.

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Cite: GA 343/1921-10-10_02/p081 · edition original