Erster Vortrag
Während also unsere neuzeitliche Naturwissenschaft auf die Entwickelung des primitiven Urmenschen zurückweist, der sich heraufgearbeitet hat, muß diese andere Anschauung, die Anschauung Saint-Martins, zurückweisen auf den gefallenen Menschen, auf den Menschen, der einmal etwas Höheres war. Das ist etwas, wie gesagt, was bei Saint-Martin wie eine Selbstverständlichkeit auftritt, und bei Saint-Martin herrscht etwas, was er wie eine Art Schamgefühl des Menschen über seinen Fall empfindet. Sehen Sie, wenn man den Christus in eine solche [Auffassung der] Menschenentwickelung hineinstellt, wo der Mensch, indem er das Erdendasein beginnt, heruntergestiegen ist und nun niedriger ist, als er einmal war, dann wird der Christus zu demjenigen Wesen, das den Menschen rettet vor dem Zustande des fortlaufenden Fallens, dann trägt der Christus den Menschen wiederum hinauf zu demjenigen Zustande, in dem er früher war.
Cite:
GA 343/anthroposophy_and_religious_life/p014 · edition original