Fünfzehnter Vortrag

GA 343/ordination_and_transubstantiation/p014 ·1921-10-03 · original (original)
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Dieses erneuerte Anschauen ist es, in das durch die Priesterweihe eingeführt werden muß. Nur dann, wenn man durch die Priesterweihe so in dieses geistige Anschauen eingeführt worden ist, lernt man auch erkennen, wie das menschliche Wort fortwirkt in der Welt, wie das menschliche Wort nicht nur materielle Luftschwingung ist, sondern wie das menschliche Wort auf den materiellen Luftschwingungen den Geist trägt, wie dieser Geist gewisse Substanzen durchsetzt, die flüchtig sind, also sagen wir den Rauch. So daß Priester-Sein heißt: Sehen, wie die menschlichen Worte den Rauch ergreifen, wie der Rauch umwebt die Materie, sagen wir, des Wortes, und wie dadurch, daß der mit dem Worte durchsetzte, mit dem Worte tingierte Rauch die Materie des Wortes umwebt, das Wort selber geändert wird, wie tatsächlich eine Verwandelung vorgeht, wie ein Wirkliches, ein Geistig-Wirkliches da ist in dem, was in der äußeren Welt, in der Welt der Phänomene vorgeht. So daß Geweiht-Sein auch heißt: Handlungen vornehmen können, die neben ihrer physischen Bedeutung auch noch eine geistige Bedeutung haben.

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