Fünfzehnter Vortrag
Dasjenige, zu dem Sie aber doch kommen müssen, wenn überhaupt eine Realität in Ihrem Streben liegen soll, das ist, daß aus der geistigen Welt selber heraus wiederum dasjenige fließen kann, was gesehen worden ist herabfließend von dem Christus Jesus direkt. Wir müssen uns da stärken insbesondere an einem Jesus-Wort, an dem Jesus-Wort: Ich bin bei euch bis ans Ende der Erdentage. Dieses Wort verkündet ja auch aus den Evangelien heraus eine solche Wirksamkeit des Christus-Impulses, daß gefunden werden kann dieser Christus-Impuls so lange auf Erden, bis die Erde an ihr Ende gekommen ist. Daher muß man es zunächst gewissermaßen als ein Postulat aussprechen, daß es möglich sein muß, zu dem Christus — und zwar in seiner Realität - zu kommen, so wie man mit dem katholischen Bewußtsein durch die apostolische Sukzession historisch hinauf seinen geistigen Stammbaum bis zu dem Christus sucht. Es muß das wiederum in dem gegenwärtigen Augenblick gefunden werden können: die Anknüpfung an das Göttliche, die Anknüpfung an das durchchristete Göttliche, das für den Katholiken gefunden wird in der historischen Anknüpfung durch die apostolische Sukzession bis hinauf zu den christlichen Ahnen dieser apostolischen Sukzession. Darum wird es sich also handeln, daß wir wieder das Geistige finden, nicht nur das Wort über das Christliche finden, sondern daß wir tatsächlich den realen Anschluß an dieses Christliche finden. Dann werden wir daraus ebenso den Kultus gestalten können, wie der Kultus gestaltet worden ist innerhalb der apostolischen Sukzession.
Cite:
GA 343/ordination_and_transubstantiation/p027 · edition original