Dreizehnter Vortrag

GA 343/sacraments_evolution_and_involution/p045 ·1921-10-02 · original (original)
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Das, was ich ihnen damit zunächst vorgeführt habe, bitte ich Sie, nicht in einseitiger naturalistischer Weise zu nehmen, sonst könnten Sie natürlich sagen, das wäre alles in einer einseitigen naturalistischen Weise gegeben. Fassen Sie als eine Einheit auf die äußere natürliche Welt und die innerliche moralisch-religiöse Welt, dann haben wir durchaus immer für einen innerlichen moralisch-religiösen Wert einen sakramentalen Evolutionswert. Und umgekehrt haben wir für etwas, was nach außen auftritt in Evolutionsform, nötig, einen Involutionswert zu suchen, das heißt, die Verinnerlichung für den Menschen zu suchen. Wir leben heute innerhalb unserer neueren Zivilisation fast einzig und allein in Evolutionswerten. Wir haben sehr notwendig, sakramental zu Involutionswerten wiederum zu kommen. Warum, meine lieben Freunde, haben die moralischen und die religiösen Wahrheiten für die heutige Menschheit eine so geringe Kraft? Sie haben geringe Kraft, weil es schon einmal notwendig ist, daß das, was an den Menschen herantritt, nicht bloß als Ermahnung und Gebot herantritt, sondern so, daß er gewahr wird, daß in diesem Herantreten ein wirkliches Durchdringen mit dem Göttlichen stattfindet. Das kann aber vor das menschliche Bewußtsein nur in der sakramentalen Handlung hintreten.

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