Siebenter Vortrag

GA 343/speech_formation/p024 ·1921-09-29 · original (original)
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Das ist dasjenige, worauf wir da geführt werden, was durchaus eingesehen werden muß. Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß in dieser Beziehung ja die katholischen Regeln eigentlich sehr streng sind. Bitte fassen Sie die Dinge nicht so auf, als ob ich pro Katholizismus reden würde, sondern ich will nur auf das hinweisen, was ist, Es handelt sich nicht darum, dem Katholizismus pro oder contra zu reden, sondern um etwas ganz anderes. Gerade gewisse Gebräuche werden in der katholischen Kirche — jetzt gar nicht aus dem heraus, was heute in Rom Stimmung und Vorgehen ist - sehr streng eingehalten. Wenn ein Priester sich so unwürdig erweist, daß er exkommuniziert werden muß, dann wird ihm die Haut abgezogen, abgeschabt hier an den Fingern, mit denen er die geweihte Hostie in der Hand gehabt hat; die Haut wird ihm abgeschabt. Es wird manchmal über solche Dinge hinweggesehen, aber rechtlich ist es so, und ich kenne solche Vorgänge durchaus, daß nach der Priesterexkommunikation die Haut von den Fingern, die die geweihte Hostie berührt haben, abgeschabt worden ist. Sie können ja an die Stelle der Sukzession, die von den Aposteln durch die Priesterschaft bis zum heutigen zelebrierenden Priester geht, durchaus das Objektive setzen. Sie können dasjenige setzen, was durch die Weihe und durch die Sakramente selbst geht. Sie können ja ausschließen die Priesterschaft, aber Sie können sie gerade dadurch ausschließen, daß Sie die Sache objektiv nehmen, bis zu einem gewissen Grade objektiv nehmen, da der Priester gar nicht mehr die Fingerhaut haben darf, wenn er nicht mehr befugt ist, das Meßopfer zu zelebrieren.

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