Siebzehnter Vortrag

GA 344/1922-09-21_02/p003 ·1922-09-21 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Nun, meine lieben Freunde, es obliegt mir noch, Ihnen zu sprechen von der sogenannten letzten Ölung. Die letzte Ölung soll ja so ausgeführt werden, daß sie sich anschließt an eine abgelegte Beichtberatung und Kommunion. In einem solchen Falle, wo die Kommunion außerhalb der Messe erteilt wird, ist es ja natürlich, daß die Kommunion von dem Priester angeschlossen wird an den Gedanken an die eigene Kommunion und daß sie ebenso zelebriert wird, wie sie sonst innerhalb der Messe zelebriert wird, aber eben nur im Gedanken an die Messe. Nach dieser Kommunion würde also die Ölung zu erfolgen haben, in dem Ornat, von dem wir schon gestern sprachen. Es ist natürlich so, daß dieses Sakrament der Ölung ein solches ist, das mit größter Zartheit ausgeführt werden muß, damit es den Menschen, dem diese Ölung erteilt wird, nicht aufregt, ihm nicht schadet, und auch, damit sie nicht unbedingt in einen solchen Zusammenhang hineingestellt wird, der auf allen Seiten das Bewußtsein hervorrufen würde: das ist nun eben ein sterbender Mensch. Denn er kann ja auch wieder gesunden.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/344/1922-09-21_02/p003.json
Cite: GA 344/1922-09-21_02/p003 · edition original