Siebzehnter Vortrag

GA 344/1922-09-21_02/p004 ·1922-09-21 · original (original)
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So schließt man an die Erteilung der Kommunion an. Der Priester erscheint zu der Ölung mit seinem Ministranten und schließt an die Kommunion an eine Anzahl von Sätzen aus dem 17. Kapitel des Johannes-Evangeliums, die in der Fassung, die Sie erhalten sollen, aus dem Urtexte heraus so lauten müßten. Ich bemerke dabei in Parenthese, daß ja ein wirkliches Übersetzen des Evangeliums nur möglich ist, wenn dieses Übersetzen geschieht aus dem Weltbewußtsein heraus, aus dem diese Sätze einmal niedergeschrieben beziehungsweise gesprochen worden sind, und daß spätere Übersetzungen von vornherein darunter litten, daß eben derjenige, der übersetzte, dieses Weltbewußtsein nicht in sich hatte, aus dem heraus diese Sätze geschrieben worden sind. Es ist einfach eine sehr äußerliche Redewendung, zu sagen, das Evangelium sei in späterer Zeit «schlicht» übersetzt worden, denn diese Schlichtheit ist eben eine Unwahrheit, und es muß heute mit aller Kraft dem entgegengeschafft werden; so daß also dieses 17. Kapitel des Johannes Evangeliums so lautet:

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Cite: GA 344/1922-09-21_02/p004 · edition original