Siebzehnter Vortrag
Die andere Frage war die nach den Perioden der Kirchengeschichte nach den zwölf Aposteln. - Eine solche Einteilung ist nicht nur dem Christentum, sondern im Grunde genommen allem Mysterienwesen eigen. Es ist die, daß die Weltenentwickelung, in die auch die Erdenentwickelung eingeschlossen ist, abläuft nach Perioden von je zwölf Epochen, daß sich nach einem Ablauf von zwölf Epochen die erste Epoche wiederholt und wiederum zwölf Epochen auf einer höheren, auf einer veränderten Stufe durchlaufen werden. Man kann sagen, daß in der Zeit, als das Mysterium von Golgatha in gewisser Weise am intensivsten durch seine unmittelbare irdische Gegenwart im Physischen auch hineinleuchten sollte in das physische Erdenschauen, da war für die äußere Welt eine Zeit der Verfinsterung. Und man kann sagen: Eben demgegenüber, was als ein Licht hineinleuchten soll in die Seelen der Apostel, stand die Verfinsterung des Judas aus Iskariot. Der kosmische Aspekt ist derjenige, der den abtrünnigsten Geist in dieser Zeit als den Weltenregierer sieht, jenen abtrünnigen Geist, der immer auf eine Zeit des Michael folgt. Dieser Kreis, der immer ungefähr etwas über drei Jahrhunderte einnimmt, ist so, daß er in unserer Zeit angekommen ist an demjenigen Punkte, wo der Übergang stattgefunden hat von einem gabrielischen kosmischen Zeitalter, vom Zeitalter des Gabriel, zu dem Zeitalter des Michael, das ja wiederum etwa drei Jahrhunderte währen wird. Es verschlingt sich dabei die Entwickelung in mannigfaltiger Weise, so daß, wenn man die Sache durch eine Rechnung ausdrückt, eben doch nichts vollständig Adäquates herauskommt. [Es wird an die Tafel geschrieben: 330 mal 12 = 3 960.]
Cite:
GA 344/1922-09-21_02/p025 · edition original