Siebzehnter Vortrag

GA 344/1922-09-21_02/p038 ·1922-09-21 · original (original)
Author: Rudolf Steiner
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Rudolf Steiner: Die Sache ist so, daß sie nur richtig verstanden werden kann, wenn man sich klar darüber ist, daß es, um solche Dinge aus dem Bewußtsein der damaligen Zeit heraus in der richtigen Weise zu interpretieren, wirklich nötig ist, die Vorstellung wieder zu erwecken, welche in der damaligen Zeit mit dem Begriffe des Essens verbunden war. Wir stellen uns heute das Essen einfach so vor, daß wir physische Materie zu uns nehmen und daß diese physische Materie in den Menschenleib übergeht. Nun, so wie es die heutige Physiologie sagt, war der Begriff des Essens nicht immer, sondern in der Zeit, in der das Lukas-Evangelium niedergeschrieben wurde, war noch vielfach die alte Weisheit geltend, daß der Mensch das, womit er seinen Leib aufbaut, auch aus der ätherischen Welt nimmt, und daß dasjenige, was er aus der ätherischen Welt nimmt, auch im Bilde des Essens erscheint, wenn man den ätherischen Leib sieht. Also man sieht auch das, was für das Essen das Korrelat in der ätherischen Welt ist, in dem Bilde des physischen Essens. Wenn Sie diese Interpretation zugrundelegen, werden Sie sehen, daß die Stelle natürlich in einer ganz anderen Weise ausgedrückt werden könnte, als sie ausgedrückt ist, daß sie aber durchaus nicht eliminiert zu werden braucht. Das ist bei vielen Stellen so.

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Cite: GA 344/1922-09-21_02/p038 · edition original