{"corpus":"steiner","locus":"GA 344/1922-09-21_02/p065","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Rudolf Steiner: Nicht wahr, in München ist es schon noch so, wohl auch heute -— obwohl heute vieles in Unwahrheit getaucht ist -, daß noch alles möglich ist, wie vor dem Kriege, wo München diejenige deutsche Stadt war, in der alles möglich war. Dieses München, in dem konnte man wirklich alles betreiben. Nur führt dort in den meisten Fällen entweder ein sehr offener oder doch ein verborgener Weg von allem ab ins Hofbräuhaus; selbstverständlich ins republikanische Hofbräuhaus, so wie man in Wien auch überrascht wurde, daß man anstelle der Kaisersemmel die republikanische Semmel bekam. In München führt von allem ein Weg ins Hofbräuhaus. Das ist die Schwierigkeit. Und so hat in München auch die katholische Bewegung eine Überflutung durch jenes Standard-Life, jenes Standard-Leben, das mächtige Hofbräuhaus. Aber ich glaube, andererseits handelt es sich bei dieser Ihrer Bewegung gerade um die nötige Kraft und Energie. Man wird es in anderen Bewegungen viel schwerer haben als gerade in dieser Ihrer Bewegung. Es würde sich also gar nicht darum handeln zu sagen, wir können München nicht besetzen, sondern zu fragen, wie man München richtig besetzen soll respektive wen man Herrn Klein als Helfer zugeben soll, weil er in München Anstoß erregen wird durch seine zu starke Jugendlichkeit. Das wird etwelche Schwierigkeiten machen. Aber er wird unterstützt werden.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebzehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1922-09-21","location":null,"word_count":214,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/344/1922-09-21_02/p065","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/344/1922-09-21_02/p065"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/344/1922-09-21_02/p065","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"unit_kind":{"kind":"second_lecture_same_day","base_unit":"GA 344/1922-09-21","note":"Another lecture given on the same date as 1922-09-21; the suffix only separates two lectures of one day."},"authorship":{"kind":"dialogue","is_steiner":true,"speaker":"Rudolf Steiner","note":"A labelled turn in a transcript: this passage is Rudolf Steiner's own speech, not a questioner's."}}