Dritter Vortrag

GA 346/1924-09-07/p011 ·1924-09-07 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Diese Aufgabe, das, was durch die Anthroposophie gegeben wird an Erkenntnissen über die geistige Welt, zu durchdringen, das ist es ja, was die Priesterschaft zunächst auf ihren inneren Weg bringen kann, auch bringen muß. Wir brauchen ja nur uns klarzumachen, daß die Seelenverfassung, die Seelenstellung, in die der Mensch wirklich hineinkommt, wenn er in ehrlicher Weise Anthroposophie zu seinem Besitz macht, geeignet ist, an so etwas wie die Apokalypse heranzutreten, so daß man sich sagen kann: Zwar ist die Apokalypse einmal vorliegend, aber diese Apokalypse, indem ich sie auf mich wirken lasse, wird in jedem ihrer Bilder, in jeder Imagination, eins mit meinem eigenen Ich. - Und es kommt dann der Augenblick, wo diese Apokalypse nicht nur eigene Erfahrung, sondern eigenes Erzeugnis des menschlichen Ichs sein kann. Wir müssen nur versuchen, an die Apokalypse in einem anthroposophischen Sinn heranzutreten. Einen anderen Zugang zu ihr gibt es heute nicht.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/346/1924-09-07/p011.json
Cite: GA 346/1924-09-07/p011 · edition original