Dritter Vortrag

GA 346/1924-09-07/p021 ·1924-09-07 · original (original)
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Wir tragen schon einen Teil des Kosmos in uns, aber mit dem gewöhnlichen Erkennen weiß man es nicht. Indem der Mensch aufrückt durch Imagination, Inspiration, Intuition zum Geist-Erkennen, wird zugleich sein inneres Erleben immer großartiger und großartiger im Seelischen. Ach, was ist das Auge des Menschen, wie es heute das gewöhnliche Bewußtsein kennt! Aber dieses Auge des Menschen ist in jeder seiner Einzelheiten ein Kosmos, großartig und gewaltig wie der Makrokosmos. Wunderbar enthüllt sich jedes einzelne Organ im Menschen schon im physischen Leib als eine Welt. So daß der Mensch, wenn er um sich blickt als Initiierter, eine Welt sieht, eine Welt da unten mit ihren Elementen, oben mit den Sternen, mit Sonne und Mond. Schaut er in sich: Jedes Organ, Auge, Ohr, Lunge, Leber und so weiter ist für sich eine Welt, und ein großartiges Ineinanderwirken von Welten ist dieser physische Leib des Menschen: Welten, die fertig sind, Welten, die erst im Keime sind, Welten, die sinnlich sind, die halb übersinnlich, die ganz übersinnlich sind. Der Mensch trägt wahrhaft, indem er sich durch Evolutionen hindurch entwickelt, immer mehr Welten in sich.

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Cite: GA 346/1924-09-07/p021 · edition original