Fünfter Vortrag

GA 346/1924-09-09/p036 ·1924-09-09 · original (original)
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Nun lehrt die Geisteswissenschaft: Eine große Anzahl von Pflanzen sind nichts weiter in ihrer Blüte und in ihrer Geruchsentfaltung als Geruchsorgane, richtige vegetabilische Geruchssorgane von ungeheurer Feinheit. Und was riechen diese? Sie riechen den Weltgeruch, der immer vorhanden ist. Und der Weltgeruch, der von der Venus ausgeht, ist ein anderer als der, der vom Mars oder vom Saturn ausgeht. Es ist zum Beispiel so, daß Veilchengerüche das Geruchsecho desjenigen sind, was das Veilchen als Weltgeruch wahrnimmt. Solche wohlriechenden Pflanzen nehmen aus dem Weltgeruch dasjenige wahr, was von Venus, Merkur oder Mars kommt. Der Stinkasant, Ferula asa-foetida, nimmt den Geruch vom Saturn wahr und gibt ihn wieder.

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