Fünfter Vortrag

GA 346/1924-09-09/p046 ·1924-09-09 · original (original)
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Die Willenserziehung ist also dasjenige, was vor allen Dingen ins Auge gefaßt werden muß von demjenigen, der es heute mit einer wirklichen Priesterschaft im Sinne der christlichen Erneuerung ernst nimmt. Er muß die Apokalypse verstehen, damit er in ihr sehen kann den richtigen Impuls für den Willen, während in der Tat ein sehr einseitiger Impuls für den Willen gegeben worden ist durch Ignatius von Loyola, zwar in großartiger Weise, aber in außerordentlich einseitiger Weise. Heute ist das schon ahrimanisch verhärtet, aber gerade bei der Betrachtung des Ignatius von Loyola zeigt sich, wie falsch wir die Welt anschauen, wenn wir sie nicht geisteswissenschaftlich erkennen. Die Leute führen die heutige Jesuitenentwickelung noch immer auf Ignatius von Loyola zurück. Das ist aber nicht richtig. Ignatius von Loyola war längst wieder da in einer neuen Verkörperung und hat sich damit natürlich ganz herausgelöst aus der früheren Strömung. Er hat wieder gelebt als Emanuel Swedenborg, und die Jesuitenentwickelung ist seit jener Zeit völlig ins Ahrimanische hineingesegelt; sie knüpft nicht mehr an Ignatius an, sondern sie ist heute in ahrimanischem Sinne wirksam. Sie haben da, ich möchte sagen, das Schatten-Gegenbild dessen, was Sie selber sich anerziehen müssen, indem Sie, wie ich gesagt habe, in Ihr Ich das Apokalyptische aufnehmen, so daß Ihr Ich zur Summe von Wirkenskräften wird, die selber apokalyptisch sind.

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