Elfter Vortrag

GA 346/1924-09-15/p008 ·1924-09-15 · original (original)
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Also nicht um das Ausreißen der Emotionen, nicht um das Ausreißen der Affekte und Leidenschaften handelt es sich bei dem Apokalyptiker, sondern darum, daß die Emotionen nicht unbeherrscht bleiben durch das Spirituelle. Und alles dasjenige, was im Menschenleben die Emotionen darstellt, seien es große oder kleine, die unbeherrscht bleiben vom Spirituellen, alles das ist in der Apokalypse zusammengefaßt in dem Namen jener Stadt Babylon, in welcher geherrscht hat — ich möchte es stereotyp ausdrücken - der Abfall von der Spiritualität durch die Leidenschaften. Wir müssen dabei nur die damaligen starken, derben Ausdrücke — für die damalige Zeit waren sie nicht derb - in unsere Sprache übersetzen. Es ist ja die alte Vorstellungsart durchaus so, daß man sich nicht abstrakte Begriffe bildet, sondern daß man immer auf das Konkrete hinweist, auf etwas, was charakteristisch ist. So spricht auch der Apokalyptiker von Babylon. Warum gerade von Babylon?

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Cite: GA 346/1924-09-15/p008 · edition original