{"corpus":"steiner","locus":"GA 346/1924-09-17/p005","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Als ich im Jahr 1908 in Nürnberg versuchte, die Apokalypse des Johannes zu interpretieren, war das ja für die ganze anthroposophische Bewegung eine andere Zeit. Da kam es vor allen Dingen darauf an, gewissermaßen die Anthroposophie selber an der Hand der Apokalypse zu interpretieren. Man kann aus der Apokalypse heraus vieles interpretieren, weil auch die weltgeschichtlichen Ereignisse, die zu erwähnen zunächst damals wichtig war, an der Apokalypse schon abgeschaut werden können. Aber für Sie ist es, wie ich schon wiederholt angedeutet habe, heute notwendig, sich in Ihrem Ich mit der Apokalypse zu identifizieren und ganz konkret auf das Wirkliche zu schauen, daß die Apokalypse eine ganze Fülle, eine Vielfalt von in der Siebenzahl vorrükkenden Ereignissen zeigt. Indem ich vom Gesichtspunkte des Erlebens der Bewußtseinsseele hingedeutet habe auf jene Ereignisse, die da zusammenhängen mit dem «Weib, mit der Sonne bekleidet, ... den Drachen unter ihren Füßen» werden Sie selbst sehen, in welchem Zeitpunkt der apokalyptischen Rechnung wir jetzt leben. Wir leben jetzt in bezug auf die Bewußtseinsseele im Zeitalter der Posaunenklänge - nicht in bezug auf die Entwickelung des Astralleibes und nicht in bezug auf die Entwickelung der Menschheit im allgemeinen, das ist mehr in meinen Vorträgen von 1908 enthalten -, aber in bezug auf die eigentliche Entwickelung der Bewußtseinsseele, die nicht den anderen Entwickelungsprozessen parallel geht, sondern sich wie hineinschiebt in diese, leben wir jetzt im Zeitalter der Posaunenklänge.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dreizehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-09-17","location":null,"word_count":229,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/346/1924-09-17/p005","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/346/1924-09-17/p005"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/346/1924-09-17/p005","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}