Dreizehnter Vortrag

GA 346/1924-09-17/p017 ·1924-09-17 · original (original)
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Kommen wir weiter zurück, so finden wir zurückschauend vor unserem Bewußtseinsfeld die Zeit von dem Mysterium von Golgatha bis zum Zeitalter der Kreuzzüge und alle dem, was damit zusammenhängt und können dieses Zeitalter als eine kleinere Epoche der Sieben-Siegel-Eröffnung ansehen. Man versteht das vollständig eben erst dann, wenn man sich über folgendes klar ist. Denken Sie nur, wieviele Persönlichkeiten gerade im Zeitalter der Kreuzzüge auftreten, die fast alle ihre Religiosität nach innen leiten in die Tiefe, in die Intensität des Gefühls, in das innere mystische Erleben. Das beginnt ja damals, während vorher im Grunde genommen noch hinaufgeschaut wurde in das ganze Weltall, wenn man die Welt des Göttlichen wahrnehmen wollte — jedenfalls von den maßgebenden Menschen, wenn auch unter dem fortwährenden Kampf mit der von Rom ausgehenden Strömung. Es war das Verständnis vorhanden für den Gott, der in der sinnlichen Erscheinung, zu der man aufblickte, lebt und webt und wirkt. Dann aber wird alles mehr oder weniger nach innen geleitet. Die großen Genies der Mystik erscheinen. Vorher haben wir ein Anschauen des Weltalls als einer Offenbarung des Göttlichen; nachher haben wir ein Erfühlen dessen, was das Menschenherz erfühlen kann als inneres Licht-Entzünden, so daß vom Inneren des Menschen aus das Göttliche beleuchtet werden kann.

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