Dreizehnter Vortrag

GA 346/1924-09-17/p030 ·1924-09-17 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Sehen Sie, wenn man solche Dinge sagt, berührt man eben ein gewisses Mysterium, ein okkultes Geheimnis. Es beruht darauf, daß man glaubt, wenn man eins, zwei, drei, vier, fünf Individualitäten abzählt und dann diese Zahl anwendet auf Geistiges, dieses Zählen müsse auch für die geistige Welt eine Bedeutung haben. Das hat es aber nicht in derselben Weise. Das Prinzip der Zahl tritt in dem Moment auf, wo die geistige Welt durchbricht und sich offenbart, sich offenbart meinetwillen im platonischen Weltenjahr oder in der Zahl der Atemzüge und so weiter, überhaupt da, wo die geistige Welt durchbricht. So daß man, wenn man zum Geistbewußtsein aufsteigt, an der Grenze, an der Schwelle in die geistige Welt hinein die Zahl braucht. Da kommt man nicht weiter, wenn man die Zahl oder etwas der Zahl Ähnliches nicht hat. Aber wenn man drüben im Geistigen ist und will mit den Zahlen etwas anfangen, dann paßt alles nicht. Daher kann sehr wohl ein solcher okkult Schreibender wie der Apokalyptiker, wenn er von der auf der Erde sich abspielenden Rassenentwickelung spricht, sagen: Soundsoviele sind da, die werden errettet und soundsoviele werden untergehen — wir werden das nächste Mal sehen, was diese Zahlen bedeuten -, aber es kann dadurch sich nicht die einzelne Menschenindividualität betroffen fühlen, denn diese Zahlen sind wohl auf die Entwickelung der Rassen, nicht aber auf die Individualität des Menschen zu beziehen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/346/1924-09-17/p030.json
Cite: GA 346/1924-09-17/p030 · edition original