Vierzehnter Vortrag

GA 346/1924-09-18/p011 ·1924-09-18 · original (original)
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Mir sind Mißverständnisse über Mißverständnisse gerade in bezug auf diese Gliederung von ganz guten Philosophen entgegengebracht worden, Mißverständnisse über Mißverständnisse, die zeigen, wie schwierig es selbst ganz gut denken könnenden Menschen der Gegenwart ist, in die Anthroposophie richtig einzudringen. So faßte ein Philosoph in einer Besprechung die Gliederung des Menschen so auf, als ob sie eine beliebige Einteilung wäre, die mit dem Verstande gemacht sei und die einen bloßen Formalismus bedeuten würde. Natürlich, man kann auch einen Tisch einteilen in Platte, Füße und so weiter, aber der ganze Tisch ist aus Holz, oder man könnte ihn auch von links nach rechts einteilen. Aber mit einer solchen willkürlichen Einteilung hat man es bei der Gliederung des Menschen nicht zu tun, sondern, sagen wir es so: Man hat Wasserstoff in der Wirklichkeit und Sauerstoff in der Wirklichkeit, zusammen geben sie Wasser; sie sind Realitäten, nicht nur künstliche Schemata. So sind auch die Glieder der menschlichen Wesenheit nicht willkürlich gegliedert, sondern sie sind so in der Realität der Menschennatur aufgegangen, daß man sagen kann: Der Geist stammt aus dem Geisterland, die Seele aus der Seelenwelt, der physische Leib aus der physischen Welt; diese Glieder des Menschen kommen aus drei verschiedenen Welten her und sind im Menschen miteinander verbunden. Und indem der Mensch mit dem Bewußtsein aus der physischen Welt herausgeht, spaltet sich sein Inneres, er wird drei aus eins.

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