Fünfzehnter Vortrag

GA 346/1924-09-19/p011 ·1924-09-19 · original (original)
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So ist es durchaus in unserer Zeit. Aber es ist das auch ein Zustand, der nicht ganz bleibend ist. Wir werden gleich davon sprechen. Vorher möchte ich erst noch das folgende sagen: Indem man dies entdeckt, wenn man hinausschaut auf die Wiese — es hat darauf keinen Einfluß, ob man in einer Gegend vorher inkarniert war — und so ihr Hervorgehen über Schnee und Eis aus überirdischen Regionen merkt, weiß man: An der Wiese hast du mitgebaut in der Zeit von deiner letzten Inkarnation bis heute. Das, was du da selber in der jetzigen Inkarnation um dich hast, auch in der Natur, daran hast du mitgebaut. - Das merkt man zunächst; und nachher wird man gewahr, wie auch das nur ein vorübergehender Zustand ist. Die Naturgelehrten meinen immer, wenn sie irgend so etwas entdecken, was da draußen vor sich geht, das seien alles bleibende Zustände. Das ist aber im Grunde genommen Unsinn. Es bleibt nichts in Wirklichkeit. Es ist in Wirklichkeit so, daß die Dinge bis in die Naturgesetzlichkeit hinein sich verändern. Daher sind auch die Naturgelehrten in unserer Zeit dazu gekommen, nur die allerabstraktesten Naturgesetze als die bleibenden anzuschauen. «Jede Wirkung hat eine Ursache», «Materie ist konstant»; solche Allgemeinheiten, die eigentlich gar nichts besagen, die werden dann als die ewigen Naturgesetze angesehen.

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Cite: GA 346/1924-09-19/p011 · edition original