Siebzehnter Vortrag

GA 346/1924-09-21/p004 ·1924-09-21 · original (original)
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Wir können das, um was es sich dabei handelt, durchaus im Zusammenhang mit der Apokalypse erörtern, denn in der Apokalypse treten uns die aufeinanderfolgenden verschiedenen Etappen entgegen, in denen der Apokalyptiker etwas sieht, was immer mehr und mehr in die geistige Welt hineinführt. So führt er zunächst vor die Briefe, dann die Siegel, geht dann über zu demjenigen, was sich in der Menschensprache nur ausdrücken läßt durch Hörbares, also zu den Posaunen, und geht dann über zu dem, was ich Ihnen vorgestern charakterisiert habe als die göttliche Liebe, deren Widerpart der göttliche Zorn ist. Wenn wir den Apokalyptiker recht verstehen, so will er sagen: Soweit er dasjenige, was Inhalt der Apokalypse ist, durch Briefe gibt, die ihm inspiriert sind, bezieht sich dieser Inhalt auf die physische Welt; in dem Augenblicke, wo er übergeht zu den Siegeln und die Siegel eröffnet, bezieht sich das, was er mit diesen Siegeln zu sagen hat, auf die astralische, die imaginative Welt, auf das, was man die Seelenwelt nennen kann; wo er übergeht zu den Posaunenklängen, kommen wir in das Geisterland hinein, und indem wir erleben göttliche Liebe und göttlichen Zorn, dem Inhalt der ApokaIypse gemäß, kommen wir in das eigentliche Innere des Geisterlandes hinein. Man muß nur bedenken, daß, während der Mensch diesen imaginativen Weg durchmacht, er ja mit seinem Erleben im Grunde genommen in der Welt drinnensteht, so daß sein Erleben Welterleben ist. Das bemerkt er nur nicht in den Anfangsstadien. Im Verlaufe des Initiiertwerdens erfährt er es immer mehr, daß alles, was an ihm, durch ihn, mit ihm, in ihm geschieht, zu gleicher Zeit Weltgeschehen ist. Er fühlt sich immer mehr und mehr hinausgegossen in den objektiven Weltinhalt. Das läßt der Apokalyptiker sehr deutlich durchblicken. So daß wir also schon sagen können: Der Inhalt der Briefe bezieht sich auf die physische Welt.

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Cite: GA 346/1924-09-21/p004 · edition original