Siebzehnter Vortrag

GA 346/1924-09-21/p010 ·1924-09-21 · original (original)
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Und weiter gelangen wir dazu, aus dieser Welt, in der, ich möchte sagen, alle Sinneswirkungen flutend und grandios und majestätisch geworden sind und damit sich nicht nur über die Dinge und Vorgänge der physischen Welt hinlagern, sondern der eigentliche Ausdruck des Wesenhaften sind, das in der zweiten Hierarchie in den Elementarwesen wirkt —, wir gelangen immer mehr dazu, aus dieser Welt in eine dritte Region hineinzukommen, wo wir gar nichts Naturhaftes mehr, auch nicht in Elementarisches aufgelöstes Naturhaftes mehr wahrnehmen, sondern wo wir alles, was wir wahrnehmen wollen, geistig wahrnehmen müssen. Wir kommen hinein in einen Bezirk der geistigen Welt, von dem wir in der folgenden Weise sprechen müssen; wir müssen uns sagen: Indem wir dasjenige durchgemacht haben, was wie die sich auflösenden, aber zu gleicher Zeit in Formen sich gestaltenden Sinneswahrnehmungen der Erde ist, die ergriffen werden von der sich erweiternden Sinneswahrnehmung der Sterne, sind wir dazu gelangt, wie in letzten Residuen der Sinneswahrnehmung alles, was in Kyriotetes, Exusiai, Dynameis im Weltenall wirkt, so zu erkennen, daß diese Wesenheiten wie innerlich gebunden sind an die wahre Substantialität der Sterne. Die Sternenwelt hat sich uns in die Wesenheiten der Hierarchien verwandelt, Wir leben, statt daß wir im Sinnenscheine aufblicken zu den Sternen, in der Welt der Hierarchien. Da sind die Hierarchien noch durchtränkt mit dem, was ich nennen möchte verspritzte und aufgelöste Sinneserkenntnis. Jetzt gelangen wir in den dritten Bezirk, wo wir nicht mehr sinnlich alles Irdische wahrnehmen, wo wir das SeelischÜbersinnliche wahrnehmen müssen ohne den Einschlag des Sinnlichen; wir gelangen in den Bezirk der eigentlichen geistigen Welt und lernen sie zuerst kennen in Angeloi, Archangeloi, Archai. Diese Wesenheiten kann man in ihrer Geistigkeit erkennen, und man muß wissen, wenn man ihnen als Maler und dergleichen Gestalt gibt, daß sie diese sinnliche Gestalt nur dadurch haben, daß sie in die seelisch-geistigen Elemente eingewoben sind, in die Wesenheit der höheren Hierarchien. Wir müssen wissen, wenn wir ihnen zum Beispiel Flügel malen, daß diese Flügel von den Wesenheiten der zweiten Hierarchie sind, die ihnen ihre Substantialität leihen, daß sie aber ein Haupt von der ersten Hierarchie erhalten, die ihnen diese Gestaltung und deren Inhalt leihen. Wir müssen uns nur durchaus bewußt sein, daß wir das, was innerhalb der dritten Hierarchie ist - Angeloi, Archangeloi, Archai -, nur im Geiste erblicken können.

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Cite: GA 346/1924-09-21/p010 · edition original