Siebzehnter Vortrag

GA 346/1924-09-21/p013 ·1924-09-21 · original (original)
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Und nun muß man sich mit einer solchen Vorstellung befassen. Das ist etwas, was jeder tun muß, der wirklich den Okkultismus kennenlernen will, wie er dem Geistesleben zugrundeliegt. Sehen Sie sich einen Menschen auf Erden an in seiner physischen Leiblichkeit, meine lieben Freunde, und Sie werden sich unmöglich die Organisation denken können im bloßen Aufbau, also bloß in dem, was im Menschen als Sprossendes, Sprießendes im Aufbau vor sich geht. Sie müssen sich vielmehr Abbauprozesse in den Organismus hineindenken, die zu Aussonderungen führen. Dieser Abbau, der die Leiblichkeit in einem fortwährenden Zerstörungsprozeß zeigt, ist aber dazu bestimmt — weil er Abbau im Physischen ist -, das Geistige aufzunehmen, so daß der Geist dann in den physischen Abbauprozessen leben kann. Es lebt ja im menschlichen Organismus das Geistige nicht in den Aufbauprozessen. Wenn der Mensch wächst, wenn die physischen Vorgänge, die physischen Prozesse im Steigen sind, wird das Geistige unterdrückt, nicht gefördert. Es ist eine ganz alberne Vorstellung der Materialisten, daß sie denken, der Mensch brauche in seinem Gehirn nur das sprießende, sprossende Leben zu läutern, und die Fortsetzung der Lebensvorgänge verfeinere, verwandle sich da, und das bedeute Denken. Das Gehirn, wo es bloße Fortsetzung der Verdauungsvorgänge darstellen würde, würde nur dumpfes, pflanzenhaftes inneres Erleben haben. Nur indem abgebaut wird, indem das Gehirn fortwährend zerfällt, sozusagen durchlöchert wird von den physischen Vorgängen, tritt das Geistige in das Gehirn ein. Das Geistige findet eben auf dem Wege des Abbaues seine Bahn, um schaffend in das Physische einzugreifen. Und es werden die Abbauprozesse nun aufgenommen vom Physischen. Wir sehen, daß in das Wachstum ein Zurückhalten, ein Hemmen des Wachstums hineingebaut wird.

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