Siebenter Vortrag

GA 348/1922-12-20/p029 ·1922-12-20 · original (original)
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Das ist also so, daß es sich sogar beim Hund zeigt: Da riecht die Nase, und gleich wedelt der Schwanz, habe ich Ihnen gesagt. Geradeso wie beim Fisch die Flosse in Bewegung kommt, so kommt beim Hund der Schwanz in Bewegung. Aber was will denn der Schwanz tun, der nur wedeln kann? Es ist nämlich interessant: der Hundeschwanz kann nur wedeln. Aber was will er denn eigentlich tun? Sehen Sie, meine Herren, der Hund würde nämlich etwas ganz anderes tun; wenn er nicht ein Hund, sondern ein Vogel wäre, würde er nämlich fliegen unter dem Einfluß des Geruches! Geradeso wie der Fisch schwimmt, so würde der Hund fliegen, wenn er ein Vogel wäre. Nun, der Hund, der hat keine Flügel, und so benutzt er das Ersatzorgan und kann bloß wedeln. Es reicht ihm nicht; aber es ist dieselbe Kraftentfaltung. Und bei uns Menschen ist es auch so. Weil wir fortwährend fein riechen — wir bemerken es gar nicht —, wollen wir eigentlich immer fliegen. Geradeso wie wir fortwährend schwimmen wollen, wollen wir fortwährend fliegen.

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Cite: GA 348/1922-12-20/p029 · edition original