Zehnter Vortrag
Ich habe einmal einen Herrn gekannt, der hatte eine solche Stirnbildung, eine sehr seltene Stirnbildung (siehe Zeichnung S. 179, links). Eine griechische Stirne ist anders. Die ist so (siehe Zeichnung, rechts). Bei allen griechischen Statuen finden wir diese Stirnbildung, die gerade entgegengesetzt, nach rückwärts geht. Bei diesem Herrn war tatsächlich hier ein mächtiger Bug, und oben stand das vordere Gehirn ganz heraus. Ich bin überzeugt, der Mensch, der dieses Gehirn so weit vorgerückt hatte, der hatte einen furchtbar gut ausgebildeten Unterleib und litt nie an Durchfällen oder an Verstopfung zum Beispiel; niemals litt er auch an Bauchschmerzen und dergleichen. Der Betreffende war tatsächlich ein Mensch, der ungemein feine Empfindungen hatte. Aber diese Empfindungen waren so, daß er eigentlich immer darauf angewiesen war, sich innerlich behaglich zu fühlen. Das deutete etwas darauf hin, daß seine mächtige, nach vorn gebeugte Stirn niemals zuließ, daß in seinem Unterleib etwas nicht in Ordnung war. Also Sie sehen daraus, daß in merkwürdiger Weise der Mensch in bezug auf seine Kopforgane zusammenhängt mit seinem Unterleib.
Cite:
GA 348/1922-12-30/p016 · edition original