Zehnter Vortrag

GA 348/1922-12-30/p044 ·1922-12-30 · original (original)
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Und da, meine Herren, wird Geisteswissenschaft überhaupt handgreiflich. Da wird es so, daß man nicht mehr sagen kann: das Geistige hat keinen Einfluß auf den Menschen. Denn er steht sein ganzes Leben, wenn nicht später eine Erziehung das reguliert, unter dem Einfluß eigentlich desjenigen, was seine Mutter getrieben hat namentlich in den ersten Monaten der Schwangerschaft. In der späteren Zeit ist es nicht mehr so von besonderer Wichtigkeit, weil da der Mensch schon gebildet ist, in bestimmte Formen gebracht ist. Aber die ersten Monate sind ganz besonders wichtig und bedeutungsvoll. Gerade wenn man auf den physischen Ursprung des Menschen im Mutterleibe sieht, offenbart sich einem dasjenige, was einen am allermeisten zur Geisteswissenschaft hindrängt.

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