Fünfzehnter Vortrag

GA 348/1923-01-20/p041 ·1923-01-20 · original (original)
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Nun muß ich sagen: Da bei ihm dieses Schielen so tief im Körper saß, daß er auch zugleich stotterte, so hatte ich eine heillose Angst, als der Mann sich vornahm, er wolle sich das Schielen aboperieren lassen. Denn ich sagte mir: Wenn irgendeine Gehirnkrankheit auftritt, so schielt der Mensch vorübergehend; wenn einer, wie er, dauernd schielt, dann ist sein Gehirn zu diesem Schielen passend. Durchschneidet man ihm aber einmal äußerlich einen Muskel, und sitzt die Geschichte so tief, daß er außerdem stottert, dann wird ja der umgekehrte Weg eintreten: dann wird dadurch, daß man ihm das Schielen durch eine Operation wegbringen will, die Gehirnkrankheit erzeugt. Wenn die Gehirnkrankheit auf der einen Seite das Schielen vorübergehend erzeugt, so muß, wenn ich das Schielen von außen behebe und das so tief sitzt, daß er stottert, dann muß nur dadurch, daß ich das Schielen aufhebe, die Gehirnkrankheit erzeugt werden, das heißt, es wird einfach diese Partie, wo die Sehnerven sich kreuzen, ruiniert.

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