Das menschliche Leben in Schlaf und Tod

GA 349/1923-03-21/p008 ·1923-03-21 · original (original)
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Und nun wollen wir uns einmal klarmachen, was eigentlich schlafen heißt. Sehen Sie, meine Herren, der Mensch hat sich im Grunde genommen recht gern. Das sieht man insbesondere bei Kranken. Kranke, die zeigen einem, wie gern sie sich haben, denn wenn ihnen etwas weh tut, dann geben sie furchtbar auf sich acht und so weiter. Das ist alles ganz richtig, aber es zeigt doch, daß der Mensch sich furchtbar gern hat. Was hat denn der Mensch eigentlich gern, wenn er sich selber gern hat? Ja, da hat er nämlich seinen Körper gern. Und das ist das große Geheimnis des Lebens, möchte ich sagen, daß der Mensch seinen Körper gern hat. Und die Liebe, die der Mensch zu seinem Körper hat, die zeigt sich dann, wenn dieser Körper nicht ganz in Ordnung ist.

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