Das menschliche Leben in Schlaf und Tod
Und nun stellen Sie sich vor: Der Mensch ist gestorben, er hat seinen Körper weggelegt; der Körper ist nicht mehr am Menschen. Das erste, was da eintritt, habe ich Ihnen gesagt, das ist, daß der Mensch seine Gedanken hat als Erinnerung an sein ganzes Leben. Und die gehen dann verloren nach ein paar Tagen schon. Die zerstreuen sich in der ganzen Welt. Aber dann bleibt ihm die Sympathie mit dem, was sein Körper erlebt hat. Und diese Sympathie mit dem, was sein Körper erlebt hat, die muß er jetzt allmählich verlieren. Das ist das, was wir nach dem Tode zunächst durchmachen, daß wir die Sympathie mit unserem Körper verlieren müssen.
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GA 349/1923-03-21/p014 · edition original