Das menschliche Leben in Schlaf und Tod
Nun muß man sich eben die Fähigkeit aneignen, zu schauen — heute eignen sich die Menschen nur die Fähigkeit an, abstrakt zu denken, Theorien auszubilden, aber nicht zu schauen das, was ich eben beschrieben habe in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». Wenn man das Kind wirklich anschaut, wie es allmählich zu seinen zweiten Zähnen kommt, so sieht man dieses übersinnliche Arbeiten des Ätherleibes. Und das ist derselbe Leib, den der Mensch behält, wenn er stirbt, behält durch ein paar Tage, und der sich dann durch die ganze Welt zerstreut. Studiert man also richtig, was dem Menschen die zweiten Zähne gibt, dann bekommt man heraus, daß der Mensch nach dem Tode noch ein paar Tage seinen Ätherleib hat und ihn ein paar Tage hinterher wegwirft, das heißt, er zerstreut sich in der Welt.
Cite:
GA 349/1923-03-21/p018 · edition original