Das menschliche Leben in Schlaf und Tod

GA 349/1923-03-21/p035 ·1923-03-21 · original (original)
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So ist es nämlich bei den Pflanzen schon. Bei den Pflanzen haben Sie die Erde und in der Erde den Pflanzenkeim. Jetzt studieren schon wiederum die Menschen nicht ordentlich, wie es mit dem Pflanzenkeim in der Erde zugeht. Der muß nämlich zunächst zerstört werden, und dann bewirkt der neue Frühling, daß von außen hinein auf geistige Weise aus dem zerstörten Stoff die neue Pflanze entsteht. So ist es beim Tier, und so ist es namentlich beim Menschen. Nur ist es bei der Pflanze so, daß sie es leichter hat. Das ganze Weltenall bildet ihre Gestalt. Beim Menschen bildet das ganze Weltenall zunächst nicht seine Gestalt. Er muß sie sich nämlich selber bilden. Der Mensch muß tatsächlich selber in diesen zerstörten Stoff hinein, sonst würde kein Mensch entstehen können aus diesem zerstörten Stoff. Der Mensch muß also erst aus der geistigen Welt heraus und in diesen zerstörten Stoff hinein. Die ganze Befruchtung ist nur dazu da, daß man dem Menschen, der herein will in die Welt, einen zerstörten Stoff gegenüberstellt, daß er einen zerstörten Stoff hat. Mit einem nicht zerstörten Stoffe könnte er nichts anfangen. Er kann nicht so wie die Pflanze hereinkommen in die Welt, denn da könnte er eben nur Pflanze werden. Er muß wirklich das ganze Weltenall in sich bilden. Und er bildet es auch. Das ist nämlich ganz wunderbar, wie der Mensch das Weltenall nun in diesen zerstörten Stoff hineinbildet.

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