Über die Wesenheit von Christus, Ahriman und Luzifer in ihrem Verhältnis zum Menschen

GA 349/1923-05-07/p065 ·1923-05-07 · original (original)
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Warum soll denn auch das nicht dazu führen, daß die Leute sehen: Da ist ein Goetheanum, da gehen zur Vorbereitung nicht Kinder hinein, sondern uralte Kerle mit Glatzen wollen noch immer vorbereitet sein. Ja, eine Schule, in die nicht Kinder gehen, sondern nur alte Leute, das muß ja ein Narrenhaus sein! — Sehen Sie, so sagen sie, weil sie sich das gar nicht vorstellen können, daß die Leute noch etwas lernen wollen. So ist es schon heute. Und das ist es, daß wir uns klar sein müssen: Um so etwas, wie die Evangelien zu lesen, muß man richtig sich erst dazu vorbereiten, weil es bildhaft gemeint ist. Geradeso wie wenn heute einer ein chinesisches Schriftstück lesen wollte, so müßte er ja auch erst die Buchstaben kennenlernen. Wenn man heute die Evangelien so nehmen wollte, wie die Evangelien geschrieben sind, so wäre es natürlich ein Unsinn, geradeso wie die chinesische Schrift ein Kritzekratze ist, wenn man sie nicht vernünftig anschaut. Wenn man aber die Dinge richtig versteht, dann kommt man eben darauf, daß alles im Christlichen dahin geht: Du sollst lernen, immer das Ahrimanische mit dem Luziferischen richtig ins Gleichgewicht zu bringen, nicht daß das eine heraufschlägt, das andere hinunterschlägt.

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