13. Die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz

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In zarten Andeutungen spricht Andreae von den Erkenntnis-Ausblicken, die sich durch das schauende Bewußtsein der Menschheit in der Zeitepoche ergeben müssen, die mit der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts begonnen hat. Zu einem großen Globus dringt Christian Rosenkreutz vor, durch den ihm die Abhängigkeit der irdischen Ereignisse von außerirdischen, kosmischen Impulsen vor die Seele dringt. Es ist damit das erste Hineinsehen in eine «Himmelskunde» gekennzeichnet, die ihren Anfang genommen hat mit der kopernikanischen Weltansicht, die aber in dieser nur eben einen Anfang sieht, der nur geben kann, was für die sinnenfällige Welt Geltung hat. Im Sinne dieses Anfanges forscht die neuere naturwissenschaftliche Vorstellung bis heute. In ihrem Weltbilde sieht sie die Erde umgeben von «Himmelsvorgängen», die sie nur mit verstandesgemäßen Begriffen erfassen will. Im Erdgebiete selbst sucht sie die Kräfte für die wesentlichen Vorgänge des ErdGeschehens. Wenn sie die Bedingungen untersucht, unter denen der Keim zu einem neuen Wesen in einem Mutterwesen entsteht, so sieht sie auf die Kräfte allein, die in der Vererbungsströmung bei den irdischen Vorfahren zu suchen sind. Sie hat kein Bewußtsein davon, daß bei der Keimesentstehung der «himmlische Umkreis» der Erde hereinwirkt in das Erdgeschehen, daß im Mutterwesen nur der Ort ist, an dem der außerirdische Kosmos den Keim ausbildet. Die Ursachen für historische Ereignisse sucht diese Denkweise ausschließlich bei den Tatsachen, die im Erdenleben diesen Ereignissen vorangegangen sind. Sie blickt nicht auf zu den außerirdischen Impulsen, die irdische Tatsachen befruchten, daß aus dem Geschehen der einen Epoche dasjenige der nächsten hervorgehe. Vom Außerirdischen läßt diese Denkungsart lediglich die leblosen Erdenvorgänge beeinflußt sein. Der Ausblick auf eine organische, eine geistige «Himmelskunde» eröffnet sich für Christian Rosenkreutz, die nichts mehr gemein haben kann mit der Art der alten Astrologie, die auf denselben Grundlagen für das Übersinnliche ruht wie der Kopernikanismus für das Sinnliche.

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