{"corpus":"steiner","locus":"GA 350/1923-07-28/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Die Materialisten stellen sich nun vor, daß der Mensch auch solch eine Pumpe brauche, damit das Blut kreist. Aber das, was ich Ihnen aufgezeichnet habe, ist ja nur ein äußeres Instrument. In Wahrheit hat der Mensch nirgends in seinem Leibe eine solche Pumpe, und das Herz ist auch keine Pumpe. Der Mensch hat keine Pumpe, sondern das Blut bewegt sich durch etwas ganz anderes. Das wollen wir uns heute klarmachen. Aber wir wollen uns zunächst klarmachen, daß diese Blutsäule, durch die wir den Blutdruck messen, verschieden hoch ist. Bei einem gesunden Menschen hat sie stets eine bestimmte Höhe, sagen wir meinetwillen, zwischen dreißig und fünfzig Jahren ist bei einem gesunden Menschen diese Flüssigkeit ungefähr 120 bis 140 mm hoch. Wenn diese Flüssigkeitssäule bei einem solchen angesetzten Instrument - man kann das ein Manometer nennen — zum Beispiel nur 110 mm hoch ist, dann ist der Mensch krank. Wenn es 160 mm wären, so wäre der Mensch auch krank. Wenn es 160 mm sind, hat er einen zu starken Blutdruck; dann drückt das Blut in seinem Körper zu stark. Sind es nur 110 mm, so hat er einen zu schwachen Blutdruck, dann drückt das Blut zu schwach. Sie sehen also daraus, daß wir in unserem Körper immer einen bestimmten Blutdruck brauchen. Das Blut muß in einer bestimmten Stärke drücken. Wir sind also ganz ausgefüllt mit unserem Blutdruck. Besteigen wir einen recht hohen Berg, dann wird ja die Luft, die außen ist, dünner, und weil die äußere Luft dünner wird, wird der Druck von innen sehr stark. Dann spritzt uns das Blut durch die Poren heraus. Das ist die Bergkrankheit. Sie sehen also, wir müssen in der Welt mit einem ganz bestimmten Blutdruck herumgehen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Lungen-Wissen und Nieren-Wissen","site_heading":null,"date":"1923-07-28","location":null,"word_count":282,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/350/1923-07-28/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/350/1923-07-28/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/350/1923-07-28/p006","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}