Von der Ernährung

GA 352/1924-01-23/p012 ·1924-01-23 · original (original)
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Nun kann man sagen: Die Eiweißstoffe haben, wenn sie nicht vom Körper verarbeitet werden, und zwar wenn sie nicht im Unterleib verarbeitet werden, die Neigung zu faulen. Wir haben wirklich, wenn wir Eiweißstoffe in uns haben, die nicht ordentlich verarbeitet werden können, etwas wie faule Eier in unsern Gedärmen. Nicht wahr, meine Herren, Sie kennen ja wohl den Gestank von faulen Eiern, und die Sache ist schon die, daß der Mensch innerlich in seinen Körper hinein, wenn er zu viel Eiweiß nimmt, diesen Faule-Eier-Gestank ausschwitzt. Er durchdringt sich ganz mit diesem Faule-Eier-Gestank. Ja, wenn Sie Eier stehen lassen, dann werden sie eben faule Eier, dann stinken sie eben wie faule Eier. Und der Teil, den der Körper nicht verarbeitet hat, der wird natürlich auch im Körper stinken; aber der andere Teil, der verarbeitet wird, der wird nicht stinken, sondern der geht in den Körper reinlich über. Das ist aber die Arbeit des Ätherleibes. Der Ätherleib ist dazu da, um dasjenige, was entsteht als fauliger Gestank, zu überwinden und zu beseitigen. Das ist im menschlichen Körper so, daß der Ätherleib der Kämpfer und der Sieger über das Fauligwerden ist. Das Verfaulen wird im Menschen besiegt durch den Ätherleib. Wenn der Mensch nach dem Tode nicht mehr seinen Ätherleib hat, dann fängt er ja an zu faulen. Sie können also da, ich möchte sagen, ganz handgreiflich finden: Der Mensch fault nicht, solange er lebt; sobald er nicht mehr lebt, fault er. Woher kommt das? Weil der Ätherleib fort ist, wenn der Mensch tot ist! Der Ätherleib ist also derjenige Teil im Menschen, der das Faulen verhindert. Wir haben also fortwährend in uns den Kampf gegen das Faulen, und derjenige, der da kämpft gegen das Faulen, ist unser Ätherleib.

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Cite: GA 352/1924-01-23/p012 · edition original