Von der Ernährung

GA 352/1924-01-23/p014 ·1924-01-23 · original (original)
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Wenn wir zu den Fetten übergehen, dann müssen wir sagen: Die Fette werden nicht faul, aber sie werden ranzig — das wissen Sie alle, wenn Sie Fette draußen irgendwie einmal haben stehen lassen -, selbst die Butter wird ranzig. Also Fette haben die Eigentümlichkeit, ranzig zu werden. Nun, wenn Sie Butter haben stehen lassen, da werden Sie nicht sagen können: Das ist eine ranzige Butter, oder eine gute, frische Butter —, wenn Sie nicht darauf geschult sind, es ihr anzusehen. Aber wenn Sie die Butter auf die Zunge bringen und sie schmecken, dann wissen Sie sofort, die Butter ist ranzig. Das hat also etwas zu tun mit dem Bewußtsein, mit der Empfindung. Das Faulsein, das hat etwas zu tun mit dem Riechen, mit dem Äußerlichen, das können Sie riechen. Es ist natürlich bei faulen Eiern anders als beim Rosenduft, aber jedenfalls riechen Sie es. Nicht aber eben das Ranzigwerden. Das Ranzigwerden ist etwas, wo man die Bezeichnung von etwas mehr Innerlichem nimmt, vom Schmecken.

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Cite: GA 352/1924-01-23/p014 · edition original