Von der Ernährung

GA 352/1924-01-23/p031 ·1924-01-23 · original (original)
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Was tut aber unsere Wissenschaft? Unsere Wissenschaft wartet mit ihrem Studium, bis der Mensch gestorben ist. Denn das, was sie vom lebendigen Menschen weiß, das ist nämlich herzlich wenig gegen das, was sie eigentlich von der Anatomie weiß, wenn der Mensch Leiche ist, gestorben ist. Alles das, was Sie eigentlich lernen können, das bezieht sich nur auf den Leichnam. Es wartet unsere Wissenschaft immer auf den Leichnam. So daß also diese Wissenschaft überhaupt vom wirklichen Menschen, der da lebt, gar nichts wissen kann, weil sie diesen gar nicht berücksichtigt. Und gerade das ist der Schaden unserer Wissenschaft — seit dem 17. Jahrhundert ist es ja eigentlich erst so —, daß sie ihre ganze Erkenntnis im Grunde genommen nur vom Leichnam her hat. Aber der Leichnam ist nicht mehr der Mensch, denn man muß fragen: Was macht, daß, während der Mensch lebt, der Leichnam, den er ja auch im Leben an sich trägt, sich als Leichnam nicht so benimmt, daß er fault, gärt und ranzig wird? Gerade wenn man den lebenden Menschen wirklich betrachtet, so kommt man schon auf diese geistigen, auf diese übersinnlichen Glieder der Menschenna:r. Und dann merkt man auch, daß das Ich vorzugsweise im Kopfe wirkt, daß der astralische Leib vorzugsweise in der Brust wirkt, und daß der Ätherleib vorzugsweise im Unterleib wirkt. Und die Wissenschaft weiß nicht einmal etwas vom Unterleib, weil sie glaubt, im Unterleib seien ganz. dieselben Vorgänge, die draußen in der Natur sind. Das ist eben nicht so.

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