Das menschliche Auge — Albinismus

GA 352/1924-02-02/p016 ·1924-02-02 · original (original)
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Nun, meine Herren, müssen wir uns einmal darüber unterrichten, worauf es denn beruht, daß bei manchen Menschen diese Haut hier, die eigentlich das Blau oder Braun oder Schwarz ausmacht, dicker oder dünner ist. Ich habe Ihnen ja gesagt: Da ins Auge hinein geht das, was man das Ich nennt, dieser edelste, übersinnliche Teil des Menschen. Da geht das Ich hinein. Das Ich ist bei den Menschen verschieden stark oder schwach. Nehmen Sie nun an, das Ich sei sehr stark bei einem Menschen, ein Mensch hätte ein sehr starkes Ich. Sehen Sie, ein solcher Mensch ist imstande, das Eisen, das er im Blute hat und das er auch durch diese Aderhaut ins Auge hineinkriegt, ganz aufzulösen. Wer also ein sehr starkes Ich hat, löst das Eisen ganz auf, und die Folge davon ist, daß eben in diese Haut, die ja am alleräußersten Rand des Körpers liegt, wenig Eisen hineinkommt, weil es ganz aufgelöst ist. Es kommt also wenig Eisen hinein, und die Folge davon ist, daß diese Haut dünnlich wird. Dadurch, daß sie dünnlich wird, bekommt man blaue Augen. Denken Sie sich nun, ein Mensch hat ein schwaches Ich; dann löst er das Eisen nicht so stark auf, und die Folge davon wird sein, daß noch viel unaufgelöstes Eisen in diese Haut hineinkommt. Von diesem unaufgelösten Eisen wird die Haut dicker und der Mensch bekommt dunkle, schwarze Augen. Es hängt also von dem Ich ab, ob der Mensch schwarze oder blaue Augen hat.

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Cite: GA 352/1924-02-02/p016 · edition original