Das menschliche Auge — Albinismus

GA 352/1924-02-02/p024 ·1924-02-02 · original (original)
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Aus alldem können Sie sehen, daß das, was da an der Oberfläche, sei es in der Haut, sei es im Auge, gebildet wird, mit dem zusammenhängt, wodurch der Mensch eigentlich mit der Außenwelt am meisten in Verbindung steht. Bei einem Menschen, der immer im Bett liegt, der seinen Willen nicht gebrauchen kann für seinen Körper, bei dem kann man nicht gut sagen, daß er sein Ich stark ausbildet. Bei einem Menschen, der viel beweglich ist, wird man schon sagen, daß er sein Ich stark ausdrückt. Und dasjenige, was uns sonst mit der Außenwelt in Berührung bringt, das ist eben in dem Riechen, Sehen und so weiter, das sind die Sinne. Und das Auge ist eben der zarteste Sinn, der uns mit der Außenwelt in Berührung bringt. So daß man schon sagen kann: Weil da das Ich besonders stark wirkt in diesem feinen Geäder - es ist ja ein furchtbar feines Geäder in dieser Regenbogenhaut oder Iris —, kann man an dieser viel sehen, wie das ganze Ich nach innen arbeitet, ob also der Mensch gesund oder krank ist.

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Cite: GA 352/1924-02-02/p024 · edition original